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Bei netzpolitik.org ist heute ein bemerkenswert­er Rant von Markus Beckedahl erschienen, in dem er sich über die Diskus­sion­skul­tur in seinem Blog beklagt. Neben der Tat­sache, dass sich viele Kom­men­ta­toren mit Belei­di­gun­gen daneben benehmen, sieht Markus auch ein Prob­lem in der schlecht­en Qual­ität viel­er Kom­mentare, die inhaltlich keinen Mehrw­ert in die Diskus­sion brin­gen oder gar nichts mit der The­matik zu tun haben.

Auch wenn das The­ma Net­zpoli­tik sicher­lich dafür prädes­tiniert ist, Trolle anzuziehen, han­delt es sich bei diesem Prob­lem wahrschein­lich doch um etwas, wom­it alle größeren Blogs mit einem großen Kom­men­ta­raufkom­men zu kämpfen haben. Daher ist die Frage, wie man damit umge­ht, dur­chaus eine Betra­ch­tung wert. Markus stellt mehrere Möglichkeit­en zur Diskus­sion, die die Sit­u­a­tion verbessern kön­nten.
Die Option, Kom­mentare kom­plett zu schließen, ver­wirft er offen­bar von vorn­here­in, eben­so die Möglichkeit, alle Kom­mentare zu mod­erieren. Kom­mentare kom­plett zu schließen, würde auch mein­er Ansicht nach dem Sinn eines Blogs ent­ge­gen­laufen. Das kann nur die Ulti­ma Ratio im Not­fall sein, etwa wenn das Blog zwis­chen­zeitlich mit belei­di­gen­den oder anderen inakzept­ablen Kom­mentaren über­schwemmt wird.
Sein­er Idee, alles zu löschen, “was keinen Mehrw­ert bietet und schlechte Stim­mung ver­bre­it­et.”, kann ich nicht viel abgewin­nen. Denn ob ein Kom­men­tar einen Mehrw­ert liefert, ist doch auch ein ganzes Stück weit sub­jek­tiv und liegt im Auge des Betra­chters.
Eine recht inter­es­sante Möglichkeit scheint mir daher zu sein, ein Rat­ing-Plu­g­in einzuset­zen, das Besuch­ern die Möglichkeit bietet, Kom­mentare zu bew­erten. Zu schlecht bew­ertete Kom­mentare kön­nen dann aus­ge­blendet wer­den. Diese Option halte ich für eine weitaus objek­ti­vere Möglichkeit, mit schlecht­en Kom­mentaren ohne Mehrw­ert umzuge­hen, als sie von vorn­here­in zu löschen.

Ich gebe zu, dass ich mir selb­st noch nicht ganz schlüs­sig bin, was der beste Umgang mit der Prob­lematik ist. Eine rein tech­nis­che Lösung ist sich­er nicht der Weisheit let­zter Schluss. Daher meine Frage an Sie:

Haben Sie auch mit ein­er schlecht­en Diskus­sion­skul­tur in Ihrem Blog zu kämpfen? Wie gehen Sie damit um? Und was hal­ten Sie von den Ideen von Markus Beckedahl?

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2 Antworten zu “Wie schafft man eine gute Diskussionskultur im Blog?”

  1. Hal­lo Alexan­der,

    ich wieder­hole ein­fach mal, was ich eben bei Netzpolitik.org schrieb: Der Ein­satz von Rat­ing-Plu­g­ins ist in meinen Augen, wenn man ihn richtig vor­bere­it­et und begleit­et, keine “rein tech­nis­che Lösung”, denn das Rat­ing ist ja ein sozialer Prozess.

    Das kann eine kri­tis­che Sich­tung der Kom­mentare durch den Blog­be­treiber natür­lich nicht erset­zen — schon juris­tisch nicht. Aber wenn es ihm gelingt, eine Kern-Com­mu­ni­ty langfristig zum besonnenen Bew­erten beson­ders destruk­tiv­er, aber auch beson­ders hil­fre­ich­er Kom­mentare zu bewe­gen, kann es ihn m. E. ent­las­ten — und vielle­icht das Wir-Gefühl der Com­mu­ni­ty stärken. Einen Ver­such ist es in meinen Augen wert.

    • avatar WP Care sagt:

      Ja, stimmt, das Rat­ing ist ein sozialer Prozess. Die inter­es­sante Frage ist nun, wie man zu besonnenen Bew­er­tun­gen anregt. Da kommt es sich­er auch auf das Ver­hält­nis von vernün­fti­gen Lesern zu Trollen im jew­eili­gen Blog an. Wenn du, wie bei Heise, manch­mal über­wiegend Trolle hast, nützt dir auch das beste Bew­er­tungssys­tem nichts, weil es miss­braucht wird. Aber das muss die Prax­is zeigen.

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last modified: 04/14/2013 by WP Care