WP Care –

I care for your WordPress!

Heute wurde gemeldet, dass das Blog von Amnesty Inter­na­tion­al kom­pro­mit­tiert wurde. Es seien Falschmel­dun­gen zugun­sten des Regimes von Assad gepostet wor­den. Kür­zlich erst wurde zweimal das Blog der renom­mierten Nachricht­e­na­gen­tur Reuters kom­pro­mit­tiert und auf diesem Wege Falschmel­dun­gen eingeschleust.

Dass die Kom­pro­mit­tierung ein­er Weban­wen­dung zur Ver­bre­itung von Falschmel­dun­gen dient, ist dabei kein so neues Phänomen. Auch früher wur­den oft Web­sites von Poli­tik­ern oder von poli­tis­chen Parteien mit­tels soge­nan­nter Deface­ments verän­dert, um Falschmel­dun­gen zu ver­bre­it­en, die aber wegen ihrer Auf­fäl­ligkeit meist schnell ent­deckt und wieder ent­fer­nt wur­den.

Dass jedoch Falschmel­dun­gen über Sicher­heit­slück­en in Blogs von Nachricht­e­na­gen­turen eingeschleust wer­den, ist zumin­d­est in dieser Häu­figkeit ein rel­a­tiv neues Phänomen. Sich­er, auch bei Nachricht­e­na­gen­turen eingeschleuste Falschmel­dun­gen gab es schon früher und auch offline. Doch in diesem Falle ist es viel ein­fach­er, und man ist nicht darauf angewiesen, dass ein gut­gläu­biger Mitar­beit­er die Mel­dung schluckt.

Dass die Fol­gen weitre­ichend sein kön­nen, dürfte jedem klar sein. In den Fällen von Reuters und Amnesty Inter­na­tion­al liegt die Ver­mu­tung nahe, dass das Assad-Régime sys­tem­a­tisch ver­sucht, über solche Kom­pro­mit­tierun­gen die öffentliche Mei­n­ung zu manip­ulieren. Beim Syrien-Kon­flikt mag das nicht so weitre­ichende Fol­gen haben. Aber man stelle sich mal vor, in einem Blog der Wash­ing­ton Post würde auch nur für eine halbe Stunde verkün­det, der amerikanis­che Präsi­dent sei ermordet wor­den. Es ist kaum abzuschätzen, was eine solche Mel­dung anricht­en würde, etwa in Form ein­er Panik oder durch Reak­tio­nen der inter­na­tionalen Märk­te und Börsen.

Aus diesem Grund ist IT-Sicher­heit im All­ge­meinen und Word­Press-Sicher­heit im Speziellen nicht nur eine tech­nis­che Frage, son­dern eine Frage poli­tis­ch­er und gesellschaftlich­er Ver­ant­wor­tung. Große Nachricht­e­na­gen­turen und auch Organ­i­sa­tio­nen wie Amnesty Inter­na­tion­al sind auf­grund der tech­nis­chen Möglichkeit­en nicht mehr nur dafür ver­ant­wortlich, ihre Nachricht­en auf Seriosität und Richtigkeit zu über­prüfen, son­dern auch dafür zu sor­gen, dass ihre IT-Sys­teme das Ein­schleusen von Falschmel­dun­gen nicht zulassen. Und es wäre wün­schenswert, wenn sie dieser Ver­ant­wor­tung mehr nachkä­men, als es offen­bar bish­er der Fall ist.

Bitte beachten Sie: Eine Angabe von Name und Mailadresse ist zum Kommentieren nicht erforderlich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Zum Menue Zum Inhalt

Impressum

last modified: 04/14/2013 by WP Care