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Warum nicht anonym kommentieren lassen?

erstellt am: 17.09.2012 von WP Care | Kategorie(n): Kommentare | Schlagwörter: ,

In den meis­ten Blogs ist es gang und gäbe, dass man zum Kom­men­tieren einen Namen und eine Mailadresse angeben muss. Kaum ein Blog­be­treiber kommt auf die Idee, Auch Kom­mentare ohne die Angabe eines Namens und ein­er Mailadresse zuzu­lassen. Tech­nisch ist das ganz ein­fach. Man muss nur in den Ein­stel­lun­gen unter “Diskus­sion” das Häkchen bei “Benutzer müssen zum Kom­men­tieren Name und E-Mail-Adresse hin­ter­lassen” raus­machen. Möchte man zusät­zlich auch noch die IP-Adresse des Kom­men­ta­tors aus Kom­men­tar­be­nachrich­ti­gun­gen löschen, so emp­fiehlt sich der Ein­satz von Plu­g­ins wie Pri­vate Com­ment Noti­fi­ca­tion Email. Es ist tech­nisch also über­haupt kein Prob­lem, anonymes Kom­men­tieren zu ermöglichen. Warum aber wird die Möglichkeit zum anony­men Kom­men­tieren dann nicht häu­figer von Blog­be­treibern ange­boten?

Ich denke, dass ein Großteil der Blog­ger ein­fach die Stan­dard­e­in­stel­lun­gen von Word­Press beibehält und gar nicht über die Möglichkeit nach­denkt, das zu ändern. Viele haben aber vielle­icht auch Angst vor ein­er großen Zahl unsin­niger oder gar beden­klich­er Kom­mentare. Ich halte diese Befürch­tun­gen sowohl aus grund­sät­zlichen Über­legun­gen her­aus, wie auch auf­grund prak­tis­ch­er Erfahrun­gen für unbe­grün­det.

Denn selb­st wenn ein Kom­men­tar nur unter Angabe ein­er Mailadresse und eines Namens möglich ist, ist ein Kom­men­ta­tor nicht gezwun­gen, seinen richti­gen Namen und seine richtige Mailadresse anzugeben. Die Richtigkeit bei­der Angaben wird beim Kom­men­tieren nicht geprüft. So ist es prob­lem­los möglich, auch unter einem gefälscht­en Namen und ein­er gefälscht­en Mailadresse beden­kliche Kom­mentare zu schreiben. Auch die IP-Adresse des Kom­men­tieren­den ist durch einen Proxy oder Tor leicht ver­schleier­bar. Wer es also wirk­lich drauf anlegt, in einem Blog beden­kliche Kom­mentare zu platzieren, der schafft das auch, wenn er einen Namen und eine Mailadresse angeben muss, ohne iden­ti­fizier­bar zu sein. Zudem lan­den völ­lig anonyme Kom­mentare automa­tisch in der Mod­er­a­tion. Hier beste­ht also nicht ein­mal die Gefahr, dass jemand, der vorher ein­mal vernün­ftig kom­men­tiert hat, nun einen prob­lema­tis­chen Kom­men­tar ver­fasst, der automa­tisch durchrutscht, weil man Kom­mentare von bekan­nten Mailadressen nicht mehr mod­eriert.

Nun wer­den manche vielle­icht argu­men­tieren, dass Kom­men­ta­toren doch zu dem ste­hen soll­ten, was sie schreiben, und sich daher über ihren richti­gen Namen und eine gültige Mailadresse iden­ti­fizieren soll­ten. Nun, wer das als Kom­men­tieren­der möchte, kann das ja auch weit­er­hin tun, auch wenn anonymes Kom­men­tieren möglich ist. Ich tue das auch meist, wenn ich woan­ders kom­men­tiere. Aber einen Zwang dazu halte ich für falsch. Denn jemand, der anonym kom­men­tiert, schreibt nicht automa­tisch min­der­w­er­tigere Kom­mentare. Ich halte es zudem schlicht für ein grundle­gen­des Recht, seine Mei­n­ung auch anonym äußern zu dür­fen.

Auch meine prak­tis­che Erfahrung zeigt, dass anonymes Kom­men­tieren sehr gut funk­tion­iert. Ich set­ze es seit über zwei Jahren in mehreren Blogs ein, so auch in diesem. Lediglich wenn ein Abon­nement weit­er­er Kom­mentare gewün­scht wird, wird eine gültige Mailadresse benötigt. Die meis­ten Kom­men­ta­toren geben den­noch oft sog­ar ihren richti­gen Namen und eine Mailadresse an. Aber auch die über­wiegende Mehrzahl der anony­men Kom­mentare ist unprob­lema­tisch. Die prob­lema­tis­chen Kom­mentare kon­nte ich in dieser Zeit bish­er an ein­er Hand abzählen. In einem anderen Blog beispiel­sweise habe ich in zwei Jahren bei fast 2800 Kom­mentaren lediglich drei anonyme Kom­mentare nicht oder nur gekürzt veröf­fentlicht. Unprob­lema­tis­ch­er geht es fast nicht.

Wie hal­ten Sie es? Wür­den Sie Ihre Besuch­er anonym kom­men­tieren lassen? Nutzen Sie diese Möglichkeit vielle­icht schon? Welche Erfahrun­gen haben Sie damit gemacht? Oder was hält Sie davon ab, anonyme Kom­mentare zuzu­lassen? Ich bin auf Ihre Mei­n­ung sehr ges­pan­nt.

Bitte beachten Sie: Eine Angabe von Name und Mailadresse ist zum Kommentieren nicht erforderlich!

9 Antworten zu “Warum nicht anonym kommentieren lassen?”

  1. avatar Lina sagt:

    Ich denke das anonyme Kom­mentare genau­so gute Kom­men­tar sein kön­nen wie die die mit dem richti­gen Namen abegegeben wer­den. Es ist nun mal so das viele Men­schen zwar eine Mei­n­ung zu etwas haben, aber nicht wollen das ihr Umfeld darüber bescheid weiß. Außer­dem ist es so oder so quatsch wenn man gezwun­gen wird “seinen echt­en Namen” an zu geben. Im Inter­net hat jed­er die Möglichkeit sich eine zweite Iden­tität anzule­gen. Ein­fach Namen aus­denken und passende email Adress dazu machen und fer­tig. Ich finde es müssen viel mehr Bloger auch anonyme Kom­mentare zulassen, dann wer­den ihre Beiträge sich­lich auch öfter kom­men­tiert wer­den.

    • avatar WP Care sagt:

      Sehe ich genau­so. Früher gab es mal eine sehr schöne bekan­nte Karikatur. Ein Hund saß vor einem PC, und drunter stand “On the inter­net, nobody knows you’re a dog” (s. hier). 😉

  2. avatar Lars sagt:

    Ich betreibe mehrere Blogs und nutze unter­schiedliche Vari­anten. Wenn es in Beiträ­gen um Kri­tik geht wollen viele lieber anonym bleiben. Gibt man dem Besuch­er diese Möglichkeit wird viel mehr kom­men­tiert.

    Bei anderen Blogs die The­men­spez­i­fis­ch­er sind gibt es für viele eigentlich keinen Grund anonym zu bleiben und auch da funk­tion­iert es dann super.

    Gruß Lars

  3. avatar Stefan sagt:

    Also ich ste­he zu meinen Kom­mentaren auch mit meinem Namen, mein­er Adresse und der IP. Das ist mir eigentlich egal, solange die Kom­men­tar­regeln nicht ver­let­zt wer­den. Denn da liegt das eigentliche Prob­lem. Diese Kom­men­tar­regeln sind zum Teil wie Gum­mi und kön­nen vom Admin hin­und her gezo­gen wer­den, um unbe­queme Wahrheit­en zu unter­drück­en und den Kom­men­tar nicht zu veröf­fentlichen bzw. den unbe­que­men Kom­men­ta­tor gle­ich zu sper­ren. Auf Nach­frage warum, wird auf die Kom­men­tar­regeln ver­wiesen aber keine konkrete Angabe gemacht…

    • avatar WP Care sagt:

      Also ich ste­he zu meinen Kom­mentaren auch mit meinem Namen, mein­er Adresse und der IP. Das ist mir eigentlich egal, solange die Kom­men­tar­regeln nicht ver­letzt wer­den. Denn da liegt das eigentliche Prob­lem.” — Nicht immer. Es gibt auch Kom­mentare, bei denen der Kom­men­tierende ein völ­lig berechtigtes Schutz­in­ter­esse hat, seine per­sön­lichen Dat­en nicht preiszugeben. Aber ich halte das Argu­ment, dass man zu seinem Kom­men­tar mit seinem Namen und anderen per­so­n­en­be­zo­ge­nen Dat­en “ste­hen” müsse, für grund­sät­zlich falsch. Denn es kommt auf den Inhalt des Kom­men­tars an, nicht darauf, ob man weiß, wer den Inhalt ver­fasst hat. Neben­bei: Du machst hier deine Dat­en auch nicht völ­lig trans­par­ent. Deine Mailadresse sehe nur ich. Das kön­nte irgen­dein Ste­fan sein, der hier kom­men­tiert hat. Du stehst also eigentlich nicht mit deinem Namen dazu. Und woher weiß ich, dass Ste­fan wirk­lich Ste­fan heißt und seine Mailadresse wirk­lich die ist, die ich sehe?

    • avatar egal sagt:

      Wenn Du zu Deinem SENF ste­hen würdest, hättest Du einen Namen und ein adäquates Foto.
      Alles andere ist blablabla…

  4. avatar Daune sagt:

    Ich denke ein wenig Trans­parenz ist auch online nicht schlecht. Aber am Ende ist es die Entschei­dung des Blog­be­treibers

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last modified: 04/14/2013 by WP Care