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Im Rahmen einer Diskussion kam ich heute darauf, dass in Bezug auf Social Media sehr oft gesagt wird, Engagement sei ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg. Gedacht wird dabei natürlich an Engagement, das online stattfindet. Beispiele dafür sind etwa Kommentare und Likes auf Facebook, Kommentieren im Blog oder Retweeten von Tweets.

Dabei wird jedoch mehr und mehr vergessen, dass Engagement auch offline stattfinden kann und dass es dieses Engagement sogar schon Jahre und Jahrzehnte vor dem Aufkommen von Social Media offline gegeben hat. So gibt es zum Beispiel für Produkte von Firmen Fanclubs, die von Kunden selbst gegründet wurden. Kultureinrichtungen haben Freundeskreise, die auch oft von Fans dieser Einrichtungen ins Leben gerufen werden. Menschen tragen bewusst Kleidung mit dem Logo einer Marke als Aufdruck.

Diesen Formen des Offline-Engagements ist meist eines gemein, das sich auch schon aus den Beispielen ersehen lässt. Das Engagement wird oftmals nicht von den Firmen oder Organisationen selbst angestoßen, sondern kommt von Menschen, die von einem Produkt oder einer Organisation angetan sind, also letztlich von den Kunden selbst.

Bei Social Media ist das in der Regel fundamental anders. In diesem Fall erstellt meist das Unternehmen selbst die Fanseite auf Facebook oder das Blog und kontrolliert auch den Content, der veröffentlicht wird. Content seitens der Fans und Kunden beschränkt sich meist auf Kommentare und das Klicken des Like-Buttons.

Versucht dagegen ein Fan einer Marke oder eines Produkts selbst eine Social-Media-Präsenz auf die Beine zu stellen, so wird das oft mit Bezug auf das Markenrecht seitens der betroffenen Firmen schneller unterbunden, als man gucken kann. Der Kunde, der eigentlich nur seiner Begeisterung Ausdruck verleihen wollte, kann dann froh sein, wenn er nur seine geleistete Arbeit, die er mit viel Liebe und unter Aufwad von viel Zeit für seine Lieblingsmarke geleistet hat, verliert und nicht noch eine Abmahnung oder gar Klage wegen Verletzung des Markenrechts am Hals hat.

Liebe Unternehmen, Organisationen und Einrichtungen: Ihr macht da was falsch! Anstatt die zu gängeln, die sich für eure Marke einsetzen und selbst etwas auf die Beine stellen – vielleicht sogar weil ihr selbst das bisher schlicht verpennt habt! – solltet ihr diesen Menschen dankbar sein und sie unterstützen. Denn das ist echtes Engagement, viel mehr als das Kommentieren und Liken eurer vorgegebenen Inhalte. Was offline seit Jahrzehnten bei Fanclubs, Freundeskreisen und anderem von Kunden angestoßenen Engagement kein Problem war und ist, sollte doch online erst recht keines sein. Oder?

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2 Antworten zu “Social Media und Unternehmen: Was fast alle falsch machen”

  1. avatar Eberhard sagt:

    Ich habe übrigens in den letzten Jahren immer mal wieder DB-Fanpages erstellt, weil ich viel und gerne Bahn fahre. Die neueste Seite ist http://www.goldbahncard.de – die genau die oben beschriebenen Kriterien erfüllt (Verletzung des Markenrechts der DB).

    Aber weder hier noch bei früheren Seiten erhielt ich bis jetzt eine Beschwerde der DB. Vielleicht sollte ich das aber gar nicht so laut sagen 😛

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last modified: 04/14/2013 by WP Care