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Richtig bloggen: So geht’s!

Ein Blog zu schrei­ben, ist nicht schwer. Aber rich­tig blog­gen will gelernt sein. Ich zei­ge Ihnen, wie es geht.

Jeder, der schrei­ben kann, kann sei­ne Gedan­ken und Mei­nun­gen in einem Blog fest­hal­ten. Den­noch wird dabei oft viel falsch gemacht. Daher möch­te ich in die­sem Ein­stiegs­ar­ti­kel kurz die wich­tigs­ten Feh­ler beim Blog­gen benen­nen und auf­zei­gen, wie Sie es bes­ser machen kön­nen und wie Sie rich­tig blog­gen.

Häufige Fehler beim Bloggen

Seit ich mich mit Wor­d­Press beschäf­ti­ge, wur­de ich schon häu­fig von Men­schen gefragt, wor­an es lie­gen könn­te, dass ihr Blog kei­ne Reso­nanz erfährt. Dabei sind mir eini­ge typi­sche Feh­ler auf­ge­fal­len, die sich immer wie­der wie­der­ho­len. Ins­be­son­de­re Ein­stei­ger, die mei­nen, mit Ihrem Blog schnell Erfolg haben zu kön­nen, machen vie­les falsch.

  • Es wer­den plum­pe Wer­be­bot­schaf­ten ver­brei­tet: Sehr häu­fig erle­be ich es, dass Blog­ger wie ein Markt­schrei­er für ein Pro­dukt wer­ben. Der ein­zi­ge Zweck sol­cher Blogs scheint es zu sein, Besu­che­rin­nen und Besu­cher mit Wer­be­bot­schaf­ten zu bom­bar­die­ren. Kom­men­tar­funk­tio­nen gibt es meist nicht, oder sie sind abge­schal­tet. Das ist jedoch nicht der Sinn eines Blogs, und Sie kön­nen sich sicher sein, dass Sie mit die­ser Stra­te­gie kei­nen Erfolg haben wer­den. Wenn eine Per­son Ihr Blog besucht, ist sie auf der Suche nach Infor­ma­tio­nen zu einem The­ma oder über eine Emp­feh­lung, etwa auf Twit­ter oder Face­book, auf Ihren Arti­kel auf­merk­sam gewor­den. Gute Such­ma­schi­nen­plat­zie­run­gen oder Emp­feh­lun­gen erhal­ten Sie aber nicht, wenn Sie ledig­lich Wer­be­bot­schaf­ten ver­brei­ten.
  • Der Bei­trag regt nicht zur Dis­kus­si­on an: Oft ist der gute Wil­le da, der Welt sei­ne Mei­nung kund­zu­tun und die Mei­nung der Welt dazu zu hören. Doch dann ant­wor­tet nie­mand. Die Ent­täu­schung ist groß. Blog­gen ist auf ein­mal doof und bringt ohne­hin nichts. Aber meist hat das Schwei­gen der Lese­rin­nen und Leser Grün­de, die nichts damit zu tun haben, dass Blog­gen doof ist und nichts bringt. So sind vie­le Arti­kel unver­ständ­lich geschrie­ben. Oft­mals feh­len not­wen­di­ge Infor­ma­tio­nen, die es Außen­ste­hen­den erst erlau­ben wür­den, in die Dis­kus­si­on ein­zu­stei­gen. Oder der Arti­kel ent­hält aus­schließ­lich Infor­ma­tio­nen, zu denen es nichts zu dis­ku­tie­ren gibt.
  • Die Kom­men­tar­funk­ti­on wird abge­schal­tet: Ins­be­son­de­re Anfän­ger schal­ten aus Angst vor nega­ti­ven Rück­mel­dun­gen häu­fig die Kom­men­tar­funk­ti­on ab. Dann kann natür­lich erst gar kei­ne Reo­nanz kom­men, auch wenn die Arti­kel noch so gut sind und noch so viel Mehr­wert ent­hal­ten.

Wie Sie richtig bloggen

  • Bie­ten Sie Inhal­te mit Mehr­wert: Wie oben bereits erwähnt, sind Men­schen, die Blogs besu­chen, meist auf der Suche nach einer bestimm­ten Infor­ma­ti­on oder durch eine Emp­feh­lung auf einen Blog­ar­ti­kel auf­merk­sam gewor­den. Sowohl eine gute Such­ma­schi­nen­plat­zie­rung wie auch Emp­feh­lun­gen spre­chen dafür, dass ein Blog­ar­ti­kel einen Mehr­wert bie­tet. Er ist inter­es­sant für die Lese­rin­nen und Leser. Das kön­nen Sie auf unter­schied­lichs­te Art und Wei­se errei­chen. So kön­nen Sie bei­spiels­wei­se ein The­ma kon­tro­vers dis­ku­tie­ren und die eige­ne Posi­ti­on zur Dis­kus­si­on stel­len. Oder Sie ver­ra­ten hilf­rei­che Tipps und Tricks zu einem The­ma – etwa wie man rich­tig bloggt. Wie ich schon sag­te: Auf rei­ne Wer­be­bot­schaf­ten soll­ten Sie ver­zich­ten. Neu­tra­le Pro­dukt­tests dage­gen sind sehr begehrt. Auch wenn Sie selbst ein Pro­dukt oder eine Dienst­leis­tung anbie­ten, spricht grund­sätz­lich nichts dage­gen, die­se in einem Blog­ein­trag zu dis­ku­tie­ren. Die Kunst dabei ist, auf rei­ne Wer­be­bot­schaf­ten zu ver­zich­ten und den Lese­rin­nen und Lesern statt­des­sen Infor­ma­tio­nen mit Mehr­wert zu lie­fern.
  • Lie­fern Sie Ihren Lese­rin­nen und Lesern genü­gend ver­ständ­li­che Infor­ma­tio­nen zum The­ma: Nicht sel­ten ist das The­ma eines Blog­ar­ti­kels zwar inter­es­sant und für Dis­kus­sio­nen geeig­net, aber eine Dis­kus­si­on wird dadurch ver­hin­dert, dass die Lese­rin­nen und Leser nicht genü­gend Infor­ma­tio­nen erhal­ten oder der Arti­kel nicht ver­ständ­lich genug ist, um sich eine Mei­nung bil­den zu kön­nen. Daher soll­ten Sie beim Blog­gen dar­auf ach­ten, dass Sie mög­lichst alle Infor­ma­tio­nen ein­brin­gen, die ein Mensch, der mit dem The­ma nicht ver­traut ist, braucht, um sich eine Mei­nung bil­den zu kön­nen. Zuge­ge­ben: Das ist nicht immer ein­fach, wenn Sie sich mit einem The­ma gut aus­ken­nen. Dann nei­gen Sie womög­lich dazu, Infor­ma­tio­nen, die Ihnen selbst­ver­ständ­lich erschei­nen, weg­zu­las­sen. Tun Sie das nicht. Ver­su­chen Sie, sich in die Lage eines Außen­ste­hen­den, der sich mit dem The­ma nicht aus­kennt, hin­ein­zu­ver­set­zen. Fach­be­grif­fe soll­ten Sie erläu­tern, auch wenn sie für Sie all­täg­lich sind. Ist ein The­ma sehr kom­plex, lohnt es sich mit­un­ter auch, eine Arti­kel­se­rie dar­aus zu machen. Das hat den Vor­teil, dass Sie Ihre Lese­rin­nen und Leser nicht mit zu vie­len Infor­ma­tio­nen auf ein­mal über­for­dern, und gleich­zei­tig haben Sie so Stoff für meh­re­re Arti­kel. Last but not least: Dass Sie in Ihren Arti­keln auf kor­rek­te Gram­ma­tik und Recht­schrei­bung ach­ten soll­ten, ver­steht sich eigent­lich von selbst.
  • Las­sen Sie Kom­men­ta­re zu: Der Sinn eines Blogs ist nicht nur, die Welt mit Infor­ma­tio­nen zu ver­sor­gen, son­dern auch zu Dis­kus­sio­nen anzu­re­gen. Zu die­sem Zweck haben Blogs in der Regel eine Kom­men­tar­funk­ti­on. Vie­le Blog­ge­rin­nen und Blog­ger nei­gen nun dazu, die­se Kom­men­tar­funk­ti­on abzu­schal­ten, weil Sie Angst vor nega­ti­ven Kom­men­ta­ren haben. Tun Sie das nicht! Sie neh­men sich damit die Mög­lich­keit, Ihren Lese­rin­nen und Lesern durch inter­es­san­te Kom­men­ta­re noch mehr Mehr­wert zu lie­fern, was wie­der­um zu mehr Emp­feh­lun­gen und even­tu­ell auch bes­se­ren Such­ma­schi­nen­plat­zie­run­gen füh­ren kann. Wenn Ihnen ein Kom­men­tar nicht gefällt oder sich jemand im Ton ver­greift, kön­nen Sie den Kom­men­tar immer noch ableh­nen. Aller­dings soll­ten Sie Kri­tik oder ande­re Mei­nun­gen auch nicht will­kür­lich zen­sie­ren. Las­sen Sie sich auf Dis­kus­sio­nen ein. Das macht Ihr Blog inter­es­sant. Zuge­ge­ben: Das macht auch Arbeit. Aber mit die­ser Arbeit müs­sen Sie rech­nen, wenn Sie ein Blog betrei­ben und damit Erfolg haben wol­len. Ohne die Bereit­schaft, die­se Arbeit auf sich zu neh­men, wird Ihr Blog auch kei­nen Erfolg haben.
  • Bezie­hen Sie Ihre Lese­rin­nen und Leser mit ein. Stel­len Sie Fra­gen: Oft­mals kann es hilf­reich sein, wenn Sie am Ende Ihres Arti­kels eine oder zwei Fra­gen an die Lese­rin­nen und Leser stel­len. So bin­den Sie sie von Anfang an ein und bie­ten schon einen Ansatz­punkt für eine Dis­kus­si­on. Gleich­zei­tig kön­nen Sie auf die­se Art und Wei­se die Dis­kus­si­on ein wenig steu­ern.
  • Bin­den Sie Ihr Blog in eine Social-Media-Gesamt­stra­te­gie ein: Ich habe es bereits gesagt: Vie­le Besu­che­rin­nen und Besu­cher in Blogs kom­men über Emp­feh­lun­gen. Die­se Emp­feh­lun­gen wer­den heut­zu­ta­ge über­wie­gend in sozia­len Medi­en wie Face­book und Twit­ter aus­ge­spro­chen. Ins­be­son­de­re über Face­book kön­nen Sie vie­le Emp­feh­lun­gen für Ihr Blog erhal­ten – inso­fern Ihre Arti­kel einen Mehr­wert bie­ten. Aus die­sem Grund soll­ten Sie Ihr Blog und Ihre Arti­kel auch in Social Media bekannt machen. Wel­che Netz­wer­ke Sie dabei abde­cken soll­ten, hängt vom Ein­zel­fall ab, etwa davon, ob Sie beruf­lich oder pri­vat blog­gen und wel­ches The­ma Ihr Blog hat.

Die­se Lis­te erhebt natür­lich kei­nen Anspruch auf Voll­stän­dig­keit. Habe ich wich­ti­ge Punk­te ver­ges­sen? Sehen Sie etwas grund­sätz­lich anders? Dann freue ich mich über einen Kom­men­tar.

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2 thoughts on “Richtig bloggen: So geht’s!

  1. Ein sehr guter Arti­kel mit tol­len Tipps. Mir ist es auch in der letz­ten Zeit auf­ge­fal­len, dass es sehr vie­le Blogs gibt die die Kom­men­tar­funk­ti­on abge­schal­tet haben. Was auch ein biss­chen scha­de ist. Und dabei fin­de ich, dass gera­de die Kom­men­ta­re einen Blog eben leb­haf­ter machen.
    Vie­le Grü­ße

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