292994 M

Warum ich das Web 2.0 kritisch sehe

Was ist das Problem?

Seit ich auf Twitter bin, fällt mir verstärkt auf, dass viele Leute dort ziemlich unreflektiert die “Segnungen” des sogenannten “Web 2.0” feiern. Ich kann mich dieser Zelebrierung nicht anschließen. Für mich ist das “Web 2.0” nichts als ein ziemlich inhaltsleerer “Plastikbegriff”.
Unter einem “Plastikbegriff” verstehe ich einen Begriff, dem es an der notwendigen Definitionsschärfe fehlt und der beliebig biegbar ist. Genau so ein Begriff ist das “Web 2.0”. Man findet keine einheitliche Definition dafür. Die einen definieren es über technische Neuerungen, die anderen stützen sich bei ihrer Definition darauf, dass es sich angeblich um ein neues soziales Phänomen im Internet handeln soll. Als Beispiel für eine Definition, die beides umfasst, möchte ich das Glossar von “Xing” zitieren:

“Web 2.0 ist ein Oberbegriff für neue interaktive Techniken und Dienste im Internet, die die geänderte Wahrnehmung des Internets sowie die Fokussierung auf interaktive Online-Communities berücksichtigen.”

(Quelle: http://corporate.xing.com/deutsch/investor-relations/basisinformationen/glossar/)

Alter Wein in neuen Schläuchen

Diese Definition ist zwar umfassender als die anderen, aber leider auch richtig und falsch zugleich. Richtig ist zwar, dass das “Web 2.0” sowohl durch seine technischen wie auch durch seine sozialen Eigenschaften wie interaktive Online-Communities geprägt wurde. Falsch ist jedoch, dass das “Web 2.0”, wie auch die Versionsnummer im Namen suggerieren möchte, etwas Neues darstellt. Weder aus technischer noch aus sozialer Sicht ist das “Web 2.0” eine grundlegende Neuerung, sondern lediglich eine konsequente Fortentwicklung des World Wide Web und des Internet.
.
Aber schauen wir uns die angeblichen technischen “Neuerungen” doch mal genauer an. Unumstritten dürfte sein, dass die grundlegende Basis des “Web 2.0” AJAX ist. AJAX heißt ausgeschrieben “Asynchronous JavaScript And XML” und ist ein Konglomerat aus verschiedenen Technologien, primär JavaScript und XML. In der Praxis kommen natürlich auch HTML, CSS und gelegentlich auch PHP oder andere serverseitige Scriptsprachen bei der Entwicklung von AJAX-Anwendungen zum Einsatz.
Manch einer wird jetzt schon mit der Stirn runzeln und sich fragen: “Was bitteschön ist daran neu?”. Und dieses Stirnrunzeln wäre durchaus berechtigt. Denn wenn wir uns anschauen, wann diese Technologien entstanden sind, erkennen wir, dass sie alle aus dem alten Jahrtausend stammen. JavaScript existiert seit 1995, XML wurde 1998 entwickelt, das für AJAX notwendige Document Object Model (DOM) entstand 1999/2000, wobei es bereits zuvor eine von Microsoft entwickelte ähnliche Technologie namens XmlHttpRequest gab. Hilfstechnologien wie HTML, CSS oder PHP entstanden ebenfalls durchgängig bereits in den neunziger Jahren des alten Jahrtausends. Gleiches gilt für Elemente wie Flash oder RSS, die im “Web 2.0” eine große Rolle spielen oder – wie im Falle von Flash –  lange gespielt haben. Fakt ist daher entgegen anderer Behauptungen, dass das “Web 2.0” technologisch absolut nichts neues zu bieten hat!

Natürlich mag man an diesem Punkt einwenden, dass sich diese Technologien erst weiterentwickeln mussten, um “Web 2.0”-Anwendungen zu erlauben, und dass erst einmal jemand auf die Idee kommen musste, diese Technologien zu verbinden. Beides ist richtig. So war es 1999, als das JavaScript-DOM, entstand, technisch noch sehr schwierig bis unmöglich, Webanwendungen zu schaffen, die Desktop-Charakter hatten. Mit den weiterentwickelten Technologien ist das heute kein Problem mehr. Das ändert aber auch nichts daran, dass die Technologien an sich uralt sind.

Und was ist mit der zweiten Definition? Stellt das “Web 2.0” nicht doch eine neue soziale Entwicklung im Web und im Internet dar? Kam es durch das “Web 2.0” zu einer “geänderten Wahrnehmung” des Internet? Ich meine nein. Elemente wie Interaktivität, starke Vernetzungen untereinander und “User-generated Content”, die laut dieser und anderer Definitionen angeblich das Neue beim “Web 2.0” ausmachen, gab es im Internet schon lange vorher.

Außerhalb des erst 1993 entstandenen World Wide Web gab es eine Vernetzung von Usern mit vielen Elementen, die heute dem “Web 2.0” zugeschrieben werden, schon wesentlich früher, nämlich im Internet Relay Chat, kurz IRC, das seit 1988 existiert. Hier fand von Anfang an eine starke soziale Vernetzung statt, die in vielen Fällen dazu führt, dass man sich auch außerhalb des Netzes umeinander kümmert. Das IRC hat Freundschaften und sogar Ehen hervorgebracht. Lange Zeit war es üblich, dass größere IRC-Channel  regelmäßige Channeltreffen veranstaltet haben. Formen der Kollaboration findet man bis heute, also fast 30 Jahre nach der Entstehung des IRC, vor allem in Selbsthilfe- und Supportchanneln zu verschiedensten Themen. “User-generated Content” entsteht beispielsweise in Rollenspiel-Channeln oder auch in Channeln, die moderierte Themenchats anbieten und diese aufzeichnen. Von vielen bedeutenden Ereignissen wie dem Sturz Gorbatschows oder dem Anschlag auf das World Trade Center existieren bis heute IRC-Logs. Ich selbst habe die Ereignisse am 11.9.2001 nicht im Web, sondern vor allem im IRC verfolgt und dabei viele Dinge früher erfahren als manche Nachrichtenagentur. Das IRC wurde darüber hinaus auch schon als Tauschbörse verwendet. Lange bevor P2P-Netze entstanden sind, die immer als eines der Paradebeispiele für das “Web 2.0” benannt werden, wurden im IRC ähnlich wie im noch älteren Usenet Dateien zwischen den Usern ausgetauscht. Das wurde und wird vor allem durch sogenannte DCC-Verbindungen (Direct Client to Client) ermöglicht, bei denen die Daten nicht über den zwischengeschalteten IRC-Server verschickt werden müssen.

Auf besonders eindrucksvolle Weise aber kann man soziale Gefüge, die im Netz lange vor dem “Web 2.0” entstanden sind, in einem anderen noch wesentlich älteren Medium beobachten. Damit meine ich textbasierte Online-Rollenspiele, sogenannte MUDs. Die ersten MUDs waren bereits 1985 online. Das bekannteste deutsche MUD ist sicherlich “Unitopia”, das seit 1993 existiert, also auch schon fast 30 Jahre. Dort habe ich viele Dinge erlebt, die mich im Sinne eines sozialen Gefüges mehr beeindruckt haben als alles, was mir bisher in sogenannten “Social Networks” des “Web 2.0” begegnet ist. Als beispielsweise im Jahr 2000 eine Spielerin plötzlich starb, fuhren nicht nur etliche Spieler zu ihrer Beerdigung. Im Spiel wurde auch ein virtuelles Grab für diese Spielerin angelegt, zu dem sich in der Zwischenzeit noch einige andere Gräber ebenfalls verstorbener Spieler gesellt haben. Diese Gräber werden von Spielern liebevoll gepflegt, indem sie regelmäßig mit Grableuchten, Blumen oder anderen virtuellen Gegenständen geschmückt werden. Diese individuelle Gestaltung einer virtuellen Umgebung ist in meinen Augen ebenfalls “User-generated content”. Eine solche soziale Verbundenheit in “Unitopia” sucht man im “Web 2.0” oft vergeblich. Kollaborative Elemente schließlich stellen sogar eine Kernfunktion von MUDs dar, da Spieler im Spiel kollaborieren müssen, um Aufgaben lösen zu können.

Nun mag man natürlich einwenden, dass diesen Beispielen die Multimedialität des Web oder des “Web 2.0” fehlt. Dies ist nur teilweise richtig, denn für das IRC gab es zumindest Voice-Implementationen, die sich jedoch nicht durchgesetzt haben, da viele User die textbasierte Kommunikation bevorzugten. Darüber hinaus konnten wie beschrieben auch Multimedia-Dateien ausgetauscht werden. Wie bereits erwähnt handelt es sich bei diesen Beispielen nicht um webbasierte Anwendungen. Aber sowohl das IRC wie auch “Unitopia” waren schon sehr früh auch über Webseiten erreichbar.

Aber auch direkt im Web gab es schon lange vor der Prägung des Begriffs “Web 2.0” Dienste, die zumindest Elemente dessen enthielten, was heute das “Web 2.0” ausmacht. Web-Foren wie das Heise-Forum existieren beispielsweise seit Mitte der neunziger Jahre. Wikipedia als Paradebeispiel des kollaborativen Zusammenarbeitens im Web gibt es seit dem Jahr 2000, erste Ideen dazu entstanden gar schon im Jahr 1993 im Usenet. Ich persönlich wurde während des Studiums schon Mitte der neunziger Jahre mit ersten Formen des kollaborativen Lernens und Zusammenarbeitens über das Web konfrontiert und bin im Jahr 2000 der ersten “Community” beigetreten, die sich in sozialer Hinsicht nicht viel von heutigen “Social Communities” unterschied. All diese Kommunikation- und Interaktionsformen boten schon lange vor dem “Web 2.0” ein Hohes Maß an Interaktivität und Vernetztheit sowie Möglichkeiten zur Kollaboration und zur Erstellung von “User-generated Content”.

Für mich hat sich daher die Wahrnehmung des Web und des Internet seit 1994, als ich meine ersten Schritte im Internet ging, nicht wesentlich verändert. Ohne Frage ist es richtig, dass sich die Dinge mittlerweile in gewisser Weise fortentwickelt haben. Wie oben bereits angedeutet, sind desktopartige Webanwendungen erst möglich, seit sich die notwendigen Technologien verbesssert haben. Auch die höheren Bandbreiten und Flatrates ermöglichen eine Nutzung des Internet, die vorher nicht unmöglich, aber deutlich schwieriger war. Meiner Ansicht nach ist dadurch jedoch nichts neues entstanden, was die Versionsnummer “Web 2.0” rechtfertigen würde. Angesichts dessen und angesichts der Tatsache, dass das “Web 2.0” auch lange Zeit Probleme wie beispielweise mangelnde Sicherheitskonzepte, mangelnde Barrierefreiheit oder mangelnde Suchmaschinentauglichkeit aufwarf und teilweise bis heute aufwirft, deren ausführliche Behandlung aber eines eigenen Artikels bedürfte, stelle ich mir immer wieder die Frage, ob es nicht an der Zeit wäre, die “Segnungen” des “Web 2.0” ein wenig weniger zu feiern und dafür ein bisschen mehr zu hinterfragen. Das Internet bot uns vieles von dem, was das “Web 2.0” angeblich an neuem gebracht haben soll, schon sehr lange und zudem noch auf eine Art und Weise, die ich wesentlich spannender finde als so manches, was mir das “Web 2.0” bieten kann. Und das gilt 2020 genauso wie 2008, als dieser Artikel entstand.

454460 M

Kurze URLs: Ein gefährlicher Segen?

Das ist ein überarbeiteter Artikel aua dem Jahr 2008.

Einleitung

Im Zuge meiner ersten Erfahrungen mit Twitter habe ich mich 2008 vermehrt mit kurzen URLs und den dahinter stehenden Diensten befasst. Daraus ist einer meiner ersten Blogartikel entstanden, in dem ich mich kritisch mit dieser Technologie auseinandersetze. Die grundsätzlichen Bedenken sind bis heute gültig. Ich habe lediglich einige Aussagen an die heutige Zeit angepasst.

Es gibt verschiedene Anbieter, die die Möglichkeit bieten, normale, lange URLs zu kürzen und durch ein Format zu ersetzen, das ungefähr so aussieht: http://anbieter/code. anbieter ist dabei die Domain des Anbieters des Services, und der code steht für den codierten URL der Website. Diese Daten werden verknüpft mit dem richtigen URL in einer Datenbank gespeichert, so dass beim Aufruf des gekürzten URLs der richtige URL aufgerufen werden kann. Insbesondere bei Microblogsystemen wie Twitter sind kurze URLs sehr verbreitet, da man bei diesen Systemen nur wenige Zeichen zur Verfügung hat. 2008, als dieser Artikel zum ersten Mal erschien, waren es 140 Zeichen. Heute, im Jahr 2020, sind es 280. Im Laufe der Zeit entstanden weitere teils freie und verteilte Microblogsysteme, wie <a href=”https://gnu.io/social/”>GnuSocial</a> und <a href=”https://joinmastodon.org/”>Mastodon</a>, die noch mehr Zeichen pro Beitrag erlauben. Aber mehr als 500 Zeichen sind es selten. Da bietet es sich an, stattdessen auf eine Webseite zu verweisen und dafür eine kurze URL zu verwenden.

Kurze URLs: Wo liegt das Problem?

So weit, so gut. Aber kurze URLs haben auch ihre Schattenseiten. So finden Sie mittlerweile auch rege Verwendung in Diensten, die keine Zeichenbegrenzung haben, oder gar auf normalen Websites. Das bringt große Nachteile mit sich, die ich an dieser Stelle diskutieren möchte.

  • Was passiert, wenn einer der Anbieter seinen Dienst plötzlich dichtmacht? Die Folge wäre, dass mittlerweile sicherlich hunderttausende oder mehr darüber generierte und in Diensten wie Twitter oder gar auf normalen Webseiten verwendete URLs plötzlich ins Nirvana weisen würden. Einen Vorgeschmack auf einen derartigen Super-GAU konnte man bereits Ende 2008 bekommen, als einer der Anbieter offenbar eine Zeit lang keine gültigen URLs produzieren konnte. In diesem Fall waren aber immerhin die bereits generierten URLs noch gültig. Unvorstellbar jedoch, wenn plötzlich alle URLs eines Anbieters ungültig wären. Selbst ein temporärer Ausfall der Datenbank wäre höchst unangenehm, denn damit würden die meisten Informationen, die in Microblogs wie Twitter veröffentlicht wurden, plötzlich komplett wertlos. Schlimmer noch: Alle Websites, die diesen Dienst verwenden, hätten nur noch Links, die ins Leere laufen würden.
  • Für denjenigen, der eine Website über einen kurzen URL besucht, ist aber eine andere Gefahr noch viel größer. Man sieht nämlich nicht, was hinter dem kurzen URL steckt. Der richtige URLs bleibt ihm verborgen, bis er den kurzen URL und somit auch den richtigen URL aufgerufen hat. Woher soll aber eine Besucherin wissen, ob sie dem Poster einer kurzen URL oder der Website, die dahinter steckt, vertrauen kann? Auf der Website könnte sich statt des angekündigten Inhalts Malware oder auch illegaler Content befinden. Ohne Frage, die Nutzungsbedingungen der Anbieter der Kurz-URLs schließen eine derart schädliche Nutzung ihres in der Regel kostenfreien Dienstes natürlich unter Androhung von Sanktionen aus, und sie sind bemüht, schädliche URLs auch wieder aus ihren Datenbanken zu entfernen. Aber es ist davon auszugehen, dass das nicht in allen Fällen und auch nicht immer sofort gelingt. Wenn dann so ein schädlicher URL auch nur wenige Stunden gültig ist und von vielen Menschen aufgerufen wird, kann er erhebliche Schäden anrichten.
  • Last but not least können sich diese kurzen URLs auch negativ auf die Off-Page-Suchmaschinenoptimierung einer Seite auswirken, wenn sie auf normalen Webseiten verwendet werden. Denn wenn eine kurze URL verwendet wird, können Suchmaschinen nicht mehr erkennen, welche Website eigentlich verlinkt wurde. Von solchen Verlinkungen profitiert der Besitzer der verlinkten Website nicht so wie beinen direkten Link auf seine Seite. Zwar erhält auch er einen Link durch den Anbieter, aber der ist nirgends direkt abrufbar, so dass Suchmaschinen ihn nicht finden können. Aber selbst wenn diese Links von Suchmaschinen gefunden würden, würde der ursprüngliche Kontext, in dem sie gesetzt wurden, verloren gehen. Insbesondere der Kontext einer Verlinkung ist jedoch ein Kriterium, das aus der SEO-Perspektive eine große Rolle spielt. Das gilt übrigens auch für Microblogs, die ebenfalls von Suchmaschinen erfaßt werden.

Was folgt daraus?

Angesichts dieser Probleme sollte man mit dem Einsatz von kurzen URLs insbesondere auf Websites, aber auch in Diensten wie Twitter vorsichtig sein und eine kurze URL nur dann wählen, wenn der Platz wirklich nicht ausreicht. User sollten kurze URLs nur anklicken, wenn sie dem Poster einer kurzen URL wirklich vertrauen. Beim Bloggen sollten Sie auf kurze URLs möglichst komplett verzichten. In der Regel ist das problemlos möglich.

ClassicPress

Ich biete jetzt auch ClassicPress an!

WordPress geht seit der Version 5.0 mit dem Projekt Gutenberg neue Wege, die nicht jedem gefallen. Als erster Schritt wurde ein neuer Editor eingeführt, der aus meiner Sicht grade für Anfänger sehr viel komplizierter ist. Weitere tiefgreifende Veränderungen folgen. So soll WordPress in weiten Teilen auf JavaScript umgestellt werden, was die Last und auch Sicherheitsrisiken weitestgehend vom Server auf die Rechner der Besucher verlagert. Das ist eine Entwicklung, die ich ebenfalls nicht gutheißen kann.

Es gibt jedoch eine mittlerweile stabile Alternative zu WordPress. Das Projekt nennt sich ClassicPress und hat sich zum Ziel gesetzt, WordPress in der Form, wie sie bis zur Version 4.9.10 bestand, weiterzuentwickeln. Ich habe ClassicPress mittlerweile getestet und hatte keine Probleme beim Umstieg, der bei einer bestehenden WordPress-Seite ganz einfach über ein Plugin funktioniert. Bisher sind mir auch keine Probleme mit Plugins oder Themes bekannt. Wer also das “alte” WordPress in einer stabilen, mit regelmäßigen Updates versehenen Version weiter nutzen will, dem biete ich gerne an, mit ClassicPress zu arbeiten.

Ein paar Einschränkungen können auf lange Sicht natürlich auftreten. Es mag sein, dass einige Plugins wegen der Weiterentwicklung von Gutenberg umgeschrieben werden müssen und dann auf ClassicPress nicht oder nicht mehr richtig funktionieren. In diesem Fall muss man sich nach Alternativen umsehen. Ich halte dieses Problem jedoch für lösbar, weil bei Plugins oft viele Wege nach Rom führen, das heißt es meist einen Ersatz für einem Plugin gibt.

Ich persönlich werde zumindest einige Blogs mit WordPress weiterbetreiben, um auf beiden Systemen auf dem Laufenden zu bleiben. Atari-Frosch hat derweil einen Erfahrungsbericht mit ClassicPress auf einem Produktivsystem geschrieben, der ebenfalls sehr positiv ausfällt.

WordPress

Der Monat der WordPress-Gesundheit

Auch wenn es den meisten WordPress-Usern nicht bewusst zu sein scheint: Viele WordPress-Installationen sind sehr krank und meistens sogar hochgradig ansteckend!

“Wie bitte? Ein WordPress kann doch nicht krank werden!” werden Sie jetzt vielleicht denken. Doch, kann es. Es gibt immer mehr mit Schadsoftware infizierte WordPress-Installationen. Meist geschieht die Infektion, ohne dass die Besitzer der Website es bemerken. Diese Schadsoftware wird dann dazu verwendet, andere Websites anzugreifen, Spam zu verschicken, die betroffene Website zu einer Phising-Site zu machen oder wiederum Schadsoftware zum Download anzubieten.

In den meisten Fällen werden WordPress-Installationen krank, weil die Inhaber sie nicht richtig pflegen. Dann gelingt es Angreifern, über Sicherheitslücken in nicht auf dem neuesten Stand gehaltene WordPress-Installationen einzudringen und Schadsoftware einzuschleusen. Dabei finden sich die Lücken in veralteten WordPress-Installationen selbst, aber vor allem auch in nicht aktuellen Plugins und – seltener – Themes.

Die Folgen können für die betroffenen WordPress-Betreiber sehr unangenehm sein. Spam kann zu Abmahnungen führen, das ungewollte Betreiben einer Phishing-Site unter Umständen sogar zu strafrechtlicher Verfolgung, um nur zwei Beispiele zu nennen. Und natürlich droht eine Sperrung der betroffenen Webhosting-Accounts durch den Provider, was insbesondere bei geschäftlichen Seiten oder Shops auch finanzielle Einbußen mit sich bringen kann.

Um das Bewusstsein für die Wichtigkeit einer gesunden und gut gepflegten WordPress-Installation zu wecken, erkläre ich den April zum Monat der WordPress-Gesundheit und mache Ihnen ein besonderes Angebot. Wenn Sie wissen wollen, ob Ihr WordPress gesund ist oder vielleicht doch schon unter einer schlimmen Krankheit leidet, biete ich Ihnen bis zum 30. 4. 2014 eine Untersuchung Ihres Blogs auf Schadsoftware für nur € 10,00 pro WordPress-Installation an. Sie bekommen von mir einen ausführlichen Diagnosebericht, der beinhaltet, ob ihr WordPress krank ist und mit welchen bösartigen Schädlingen es unter Umständen infiziert ist. Darüber hinaus gebe ich Ihnen für den Fall, dass Ihr WordPress krank ist, eine ausführliche Behandlungsempfehlung. Auf Wunsch übernehme ich auch die Behandlung eines erkrankten WordPress. Diese ist jedoch nicht im Preis von € 10,00 enthalten.

Wenn Sie Interesse an einer Untersuchung des Gesundheitszustandes Ihres WordPress haben, so nehmen Sie mit mir Kontakt auf. Wählen Sie als Anliegen bitte “Monat der WordPress-Gesundheit”.

WordPress

wordpress.com plant, ab 1. 6. Gebühren pro Artikel und Kommentar zu erheben. Ihr Feedback ist gefragt!

Noch ist es nicht offiziell. Aber Matt Mullenweg, der Begründer der Blogsoftware WordPress und CEO von Automattic, der Firma, die WordPress herausbringt, hat einige WordPress-Blogger gebeten, einmal vorzufühlen, wie die Pläne bei den Usern ankommen. Daher habe ich die Ehre bekanntzugeben, dass Automattic plant, ab 1. 6. 2014, also in zwei Monaten, alle wordpress.com-Accounts kostenpflichtig zu machen. Das gilt sowohl für danach neu angelegte, wie auch für zu diesem Zeitpunkt bereits bestehende Accounts. Continue reading “wordpress.com plant, ab 1. 6. Gebühren pro Artikel und Kommentar zu erheben. Ihr Feedback ist gefragt!”

Social Media

Social Media und Unternehmen: Was fast alle falsch machen

Im Rahmen einer Diskussion kam ich heute darauf, dass in Bezug auf Social Media sehr oft gesagt wird, Engagement sei ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg. Gedacht wird dabei natürlich an Engagement, das online stattfindet. Beispiele dafür sind etwa Kommentare und Likes auf Facebook, Kommentieren im Blog oder Retweeten von Tweets.

Dabei wird jedoch mehr und mehr vergessen, dass Engagement auch offline stattfinden kann und dass es dieses Engagement sogar schon Jahre und Jahrzehnte vor dem Aufkommen von Social Media offline gegeben hat. Continue reading “Social Media und Unternehmen: Was fast alle falsch machen”

Kommentare

Kommentare mit nofollow oder dofollow?

Standardmäßig versieht WordPress Websites von Kommentatoren, die mit ihrem Namen im Kommentar verlinkt werden, mit dem Attribut nofollow. Das verhindert, dass Suchmaschinen dem Link folgen. Der Grund dafür ist, dass manche Kommentatoren und auch Spammer versuchen, über Massenkommentierungen in Blogs eingehende Links zu bekommen. Es gibt zwar Plugins und Funktionen für die functions.php, die das Attribut nofollow ganz rauslöschen und die Links damit in sogenannte dofollow-Links umwandeln. Aber dadurch verlieren Sie unter Umständen auch etwas die Kontrolle und geben, wenn Sie nicht aufpassen, Kommentatoren mit zweifelhaften Websites gleich einen eingehenden Link. Continue reading “Kommentare mit nofollow oder dofollow?”

WordPress

Vor dem Update auf WordPress 3.5: Links und Blogrolls sichern!

WordPress 3.5 steht vor der Tür. Noch befindet sich die Version im Beta-Stadium. Aber schon jetzt ist eine wichtige Änderung bekannt geworden, die Sie bei einem Update unbedingt berücksichtigen sollten, weil sonst zumindest langfristig eine wichtige Sektion in Ihrem Blog verlorengehen könnte. Continue reading “Vor dem Update auf WordPress 3.5: Links und Blogrolls sichern!”

Smileys

Sind Smileys beim Bloggen angebracht?

Heute wird der Ur-Smiley 🙂 30 Jahre alt. Er wurde damals von einem frustrierten User eingeführt, um nicht ganz so ernst gemeinte Beiträge in einem Forum kenntlich machen zu können, weil es immer wieder zu Missverständnissen aufgrund fehlender Hinweise auf die Konnotation eines Beitrags kam. Mittlerweile haben noch viele weitere Smileys, auch Emoticons genannt, Einzug in die Online-Welt gehalten. Nahezu für jede Emotion gibt es ein entsprechendes Emoticon. Die durch Satzzeichen dargestellten Emoticons wurden im Laufe der Zeit von Emotionsbekundungen ergänzt, die in Sternchen gesetzt werden, beispielsweise *heul* oder *lächel*. In vielen Bereichen des Netzes sind Emoticons heute nicht mehr wegzudenken. Auch in Blogs findet man sie immer wieder. Aber gehören Sie dort auch hin? Ist es nicht ein Zeichen mangelnder Seriosität, in einem Blogartikel Smileys zu verwenden? Continue reading “Sind Smileys beim Bloggen angebracht?”